Rückschau

Auf diese Seite stellen wir Bilder und Texte von vorangegangenen Ausstellungen ein.




Thüringisch - Sächsischer - Osterpfad (Text 2010)

Das ehemalige westsächsische und ostthüringische Bergbaugebiet
wurde mit der Wende geschlossen. Ein umfangreiches Sanierungsprogramm
versetzt die Landschaft in den ursprünglichen schönen Zustand.
Rührige Frauen überlegten, wie die Lebendigkeit der Region wieder hergestellt
werden kann.
Bei einer Familienfeier (2000) entstand die Idee das Osterfest zu nutzen,
um Besucher in die Region Ostthüringen und Westsachsen zu locken.
Frauen aus Niederalbertsdorf / Sa. begannen zügig mit der Osterausstellung.
Berga / Elster /Thür. kam hinzu. Gemeinsam wurden
Aktivitäten entwickelt, welche weitere Interessenten anlockte.
So entstand 2010 die Idee den
"Thüringisch - Sächsischen - Osterpfad" zu gründen.
Alle Standorte können sie auch mit Rucksack, Hut und Wanderstock
erkunden. Neben dem Osterpfad gibt es vielfältige Möglichkeiten,
liebevoll hergerichtete Heimatstuben in den Dörfern oder
das schöne Elstertal um Berga/Elster bis ins sächsische Vogtland hinein
zu erkunden.
2015 wird der Ostergarten Bahnhofstraße 27 neu gestaltet, der Basar
vergrößert und unsere Gaststätten nach und nach mit Osterschmuck ausgestattet.
Im Heimatmuseum werden unsere besonderen "Schmuckstücke" ausgestellt.
Das Team des Osterpfades - Thüringen - Sachsen
läd herzlich zur Begrüßung des Osterfestes und des Frühlings ein.




Feierliche Eröffnung Osterpfad Berga/Elster 2015

as Osterbrot ist angeschnitten

In geselliger Runde eröffneten am Freitagnachmittag im Bergaer Ostergarten die Akteure des thüringisch-sächsischen Osterpfads ihre diesjährige Saison. Von Berga/Elster über Wolfersdorf und Waltersdorf führt die Ausflugsroute zum österlichen Brauchtum über Greiz nach Niederalbertsdorf und Neumark. Neu im Bunde konnten am Freitag auch Helga und Hans-Dieter Jakob aus Fraureuth begrüßt werden. Der Ortsvorsteher der kleinen sächsischen Gemeinde lädt die Gäste ein, ihre Erkundungstour darüber hinaus an die Fraureuther Osterpyramide zu erweitern. Initiatorin Ingrid Wiese und Vereinsvorsitzender Volker Hannemann eröffneten den länderübergreifenden Osterpfad zum nunmehr fünften Mal. Hannemann würdigte das unermüdliche Engagement aller an der Vorbereitung Beteiligten und freut sich darüber, dass die Angebote stets vielfältiger und interessanter werden. Gerade auch angesichts der Tatsache, dass 2013 bei der Flutkatastrophe im Elstertal das Wasser im Ostergarten gut 1,80 Meter stand und viele der Schätze schlicht davongeschwommen sind.
Während sie das Osterbrot anschnitt, wünschte Ingrid Wiese dem gesamten Team viele begeisterte Gäste und Beistand von oben. Letzteres konnte Pfarrer Benjamin Martin zwar nicht garantieren, gab dem Osterpfad aber ein Wort Dietrich Bonhoeffers mit auf den Weg: "Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln."
Der Bergaer Bürgermeister Steffen Ramsauer zog voller Hochachtung den Hut vor den kreativen Gestalterinnen. "Wir erwarten einen Besucherstrom in Berga und Umgebung. Der Osterpfad entwickelt sich mehr und mehr zum Touristenmagnet", betonte der Rathauschef. Beeindruckend ist für den neuen Bürgermeister vor allem die überregionale Ausstrahlung. "Wir warten jetzt nur noch auf Busse aus Frankreich, die Ostereiner sind schon da", meint er schmunzelnd und weist auf einen völkerverbindenden Aspekt der großen Osterkrone auf dem Osterbrunnen vor dem Rathaus hin. Zu den gut 15000 Ostereiern dort gesellten sich in diesem Jahr erstmals Ostereier aus den Partnerstädten Gauchy in Frankreich und Sobotka in Polen. Der Bürgermeister aus dem tschechischen Myto brachte die gestalteten Ostereier der Schüler persönlich nach Berga. Da sie nicht wetterfest sind, wurden sie kurzerhand in die Ausstellung im Bergaer Spittel integriert. Der Heimat- und Geschichtsverein präsentiert im altehrwürdigen Haus gegenüber der Eiche besonders filigrane Ostereier-Kostbarkeiten, gestaltet in kreativen Mal- oder Sticktechniken und mit originellen Motiven: Wo gibts das sonst - Digidag auf einem Osterei?
Neben der großen Osterkrone vor dem Rathaus hat eine neue Hasenschule ihr Domizil bekommen. Die kunstfertigen Bergaerinnen haben dem Lehrer Lampe einen neuen Frack maßgeschneidert und seine Klasse unter Federführung von Inge Oehlert komplett neu in Szene gesetzt.
Im Zentrum des Ganzen steht freilich der Ostergarten in der Bahnhofstraße 27 mit vielen österlichen Überraschungen: Die Dienstagsmalerinnen in Berga mussten einen ordentlichen Endspurt hinlegen, um die große Osterkrone fertig zu stellen, der originelle Bauernkalender zaubert wetterkundigen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht, Osterhasen aus Stroh, aus Keramik, Küken und Eier in zig Variationen überraschen die Gäste. Zahlreiche Besuchergruppen aus Schöneck, Coswig, Plauen, aus Steinpleis oder Gera haben einen Besuch auf dem Osterpfad 2015 gebucht. Auch in Waltersdorf wartet der Museumshof mit seiner Schau "Pastell und Spitze" auf dem Spinnboden auf, während der Frauenverein das gesamte Dorf mit lustigen Strohhasen bevölkerte. In Wolfersdorf steht die Hasenschule, Kreatives ganz anderer Art hat Andrea Wolf in der Alten Gärtnerei in Berga vorbereitet und bei den Niederalbertsdorfer Ostermalerinnen, die von Anfang an mit dabei sind, kann man kunstfertige und märchenhafte Motive auf den Ostereiern bestaunen.

Die Teams aus allen sieben Orten des Osterpfades haben interessante Ausstellungen zum österlichen Brauchtum für die Gäste vorbereitet, die vom 28. März bis 12. April geöffnet sind.




Kleine Übersicht Ostergarten Bahnhofstraße 2012




Bildbeschreibung

oben: Ostergarten, Vereinssitz u. Org. - Büro, Osterkrone/Ostergarten 2012, Osterschmuck aus Wolleresten,, Vögel unserer Heimat, Osterlädchen,
unten: gr. Krone im Ostergarten, lustiger Jahres - Wetterkalender, Torbogen am Nebeneingang, Christliche Ostergeschichte.




Das Ostergedicht einer Besucherin aus Werdau

Dieses Gedicht wurde uns von einer Besucherin, welche zu einer Wandergruppe aus Werdau gehörte, 2011 zugesandt.
*
THÜRINGISCH – SÄCHSISCHER – OSTERPFAD
Erwandert am 27. April 2011




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Es war nicht ganz einfach zu organisieren,
zu viele Kilometer bergauf und bergab führen,
wie und wo werden wir Mittagessen?
Eierbeschau nicht zu vergessen!

Die Osterbrunnen und Bäume und Wiesen
und Kaffee und Kuchen noch zu genießen!
Die Zeit dazu knapp, Kilometer zu viel!
Wie heißt es so schön: „Der Weg war das Ziel“

Erika war gehandicapt, Marianne nicht minder!
Doch wer ist am Mittwoch denn der Pfadfinder?
Die Aufgaben verteilte Erika, als Chef.
So war er gerettet, der Osterpfadtreff!

8 Uhr 45 kam „Harty“, das weiß ich.
Am Gedächtnisplatz trafen sich 37.
Nach Niederalbertsdorf fuhr uns der Bus.
10 Jahre Osterbrunnen – ein Kunstgenuss!

Wir verewigten uns noch auf einem Ei,
sind jetzt am „Besucherbaum“ mit dabei.
Nach Wolfersdorf ging nun weiter die Tour
auf dem „Osterpfad“ – entlang führte uns die Spur.

Die Frauen, die hier liebevoll gewaltet,
haben Vieles wieder ganz anders gestaltet:
Mosaiken geklebt, Eier mit Gewürzen,
Eier, wie „Blaudruck“ auf Röcken und Schürzen!

Wir steuerten als nächstes Albersdorf an.
Die Besichtigung der kleinen Wehrkirche war dran.
Die „romanische Kirche“ diente auch zum Trutz.
Heute steht sie unter Denkmalschutz.
Cirka ´ne Stunde hatten wir hier Zeit.
Zur Freizeitanlage war es nicht so weit.
Eine Bungalowsiedlung am Elsterstausee
Ragt rechtsseitig vom See hinauf in die Höh.

Am Ende des Sees geht’s tief runter ins Tal,
wer nach Berga will, wagt die Stufen schon mal.
Ganz pünktlich waren wieder alle im Bus.
Pünktlichkeit war in Waltersdorf ein Muss.




Ein „Dankeschön noch mal an all die Frauen, die nicht auf Verdienst und auf Zeiteinsatz schauen, die künstlerisch liebevoll alles gestalten für die Kleinen, die Großen bis hin zu den Alten.
Ein Dankeschön wollen wir auch denen sagen, die zur Osterwanderung beigetragen.




Die christliche Ostergeschichte

Das Osterfest

Weil Ostern das größte Fest der Christenheit ist, ist die Vorbereitungszeit
besonders lang. Es ist die Fastenzeit.
Sie beginnt am Aschermittwoch und endet 40 Tage später am Karfreitag.
Die letzte Woche vor Ostern ist die Karwoche, oder die heilige Woche.
Sie beginnt mit dem Palmsonntag. Wir erinnern uns an den feierlichen Einzug Jesu
in Jerusamlem und feiern den Tag in der Kirche mit einer Palmprozession.
Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmales, was Jesus mit seinen
Jüngern gefeiert hat. Er segnete Wein und Brot und versuchte den Jüngern seinen
baldigen Tod zu erklären.
Noch einmal sprach er zu ihnen von der Liebe seines Vaters und dem Bund, den
Gott mit den Menschen geschlossen hat.
Da ging Judas, einer seiner Jünger hinaus und verriet seinen Herrn an seine Feinde.
Jesus wird festgenommen und wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt.
Der römische Stadthalter sprach das Urteil und ließ ihn kreuzigen.
Der Karfreitag ist der Todestag Jesu. Nach seinem Tode legten die Jünger
den Leichnam in ein Felsengrab.
Der Karsamstag ist der Ruhetag zwischen Tod und Auferstehung.
Maria und Magdalena, Maria die Mutter des Jakobus und Salome kauften
wohlriechende Öle, um damit zu Grabe zu gehen und um Jesus zu salben.
Am Grabe angekommen sahen sie, dass der Stein schon beiseite geschoben war.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann
im weißen Gewand sitzen.
Er sagte: " Erschreckt nicht"! Ihr sucht Jesus von Nazaret. Er ist auferstanden.
Geht hin zu den Jüngern und berichtet, dass er ihnen auf den Weg nach Galiläa
voraus geht. Die Frauen kehrten um und liefen so schnell sie konnten zurück
nach Jerusalem. Da kam ihnen einer entgegen. Er sagt: " Seid gegrüßt". Sie
bleiben wie angewurzelt stehen, starrten ihn an und knieten nieder. Sie
wußten, wer er war.
Am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung Christi, das Licht der Welt,
der von den Toden auferstanden ist.

Die Ostergeschichte ist seit 2013 auf 9 Straußeneiern malerisch dargestellt